Lima

Lima, das hat was von zurück in die Zivilisation. Die Hauptstadt Perus ist jetzt sicher nicht die schönste Stadt, aber sie bietet alle Annehmlichkeiten einer europäischen Großstadt. Als erstes treffe ich mich mit den Holländerinnen zum Brunch und als die dann Richtung Máncora aufbrechen genehmige ich mir erstmal einen Kaffee bei Starbucks und wende mich dann dem Einkaufen neuer Kleider zu - herrlich!!!

Abends treffe ich Marjolein (meine Zimmergenossin aus Máncora) und Daniel, einem Israeli, den ich aus Máncora kenne und geminsam gehen wir erst was essen und dann ins Casino. Natürlich bring ich es nicht über mich mein ohnehin knapp gewordenes Geld zu verspielen, aber es ist lustig den anderen dabei zuzusehen

Am nächsten Morgen kommen Anuscha und Fine aus Trujillo an und nach einem ausführlichen Frühstück gehen wir gemeinsam auf einen der riesigen Kunsthandwerksmärkte um die letzten Mitbringsel und Erinnerungsstücke einzukaufen. Und zu Dritt handelt es sich ziemlich gut!

Nachmittags gibts für mich wieder Starbucks - ich mag mein kleines Ritual inzwischen - und  Zeit Wäsche zu waschen.

Als ich gegen Abend mit Marjo und Daniel zum Essen will treffe ich hintereinander zuerst auf Philipp, einem Engländer, den ich aus Cuzco kenne, dann auf Sam, mein Zimmergenosse aus Cuzco und dann auf Ard, meinem holländischen "Stalker". Und natürlich verabrede ich mich für später. Das Essen fällt dann für Marjo und mich auch aus, da wir später Ceviche essen wollen, aber wir begleiten Daniel, für den es der letzte Abend ist auf einenn Drink.

Unsere Ceviche kriegen wir im Restaurant Astrid & Gaston, zusammen mit Ard und einem anderen Holländer. Das Essen hier kostet zwar mehr als mein Zimmer im Hostel, aber dafür ist der Fisch und der Pisco auch ausgezeichnet! Den Abend beschleissen wir dann alle gemeinsam auf der Dachterasse meines Hostels zusammen mit Sam, Philipp und einer Flasche Rum...

Am nächsten Morgen will ich eigentlich früh starten, aber da ich mit Ard verabredet bin wird daraus nix. Der braucht für Alles immer eiwig. Das Gute daran ist Joe. Joe ist ein Engländer, den ich hier getroffen hab und zu dritt fahren wir "gegen später" ins Zentrum von Lima. Über den Plaza de Armas gehts zum Convento San Francisco, das wir uns mit Führung anschauen. Besonders die Katakomben haben es den Jungs angetan Später stößt auch Fine noch zu uns und wir gehen in Chinatown zusammen Mittagessen - nachdem wir uns nach etwa 30 Minuten auf Gerichte zum Teilen geeinigt haben schmeckt es auch phantastisch gut!!

Auf dem Rückweg zum Hostel statten wir noch dem Plaza San Martin einen Besuch ab, wo neben einer Statue von Perus Eroberer Pizarro eine Statue zu Ehren der Patchamama, der Mutter Erde steht. Kleine Anekdore: Die Spanier hatten diese Statue erbauen lassen und den Künstler beauftragt der Figur eine Krone aus Flammen aufzusetzten - was man nicht bedachte war, das das spnische Wort für Flamme, nämlich llama in Peru durchaus auch eine andere Bedeutung haben kann. Und so hat diese Statue jetzt ein kleines Lama auf dem Kopf

Abends geh ich mit den Jungs ins Kino - Transformes 2, einer der schlechtesten Filme aller Zeiten!

Am nächsten Tag steht wieder mal ein bisschen mehr Kultur auf dem Plan. Die Jungs und ich gehen ins Museo de la Nacion. Hier gibts nämlich zum einen ein bisschen Inka-Geschichte und zum anderen eine hervorrangende Fotoausstellung über neue peruanische Geschichte, "Der leuchtende Pfad" und akutelle Politik. Sehr interessant, sehr bewegend!

Und im Zuge des kulturellen Austauschs gehen wir abends arabisch/israelisch essen und unterhalten uns über Sprichwörter in den verschieden Sprachen. Mein Favorit ist ein holländisches, was übersetzt ungefähr so geht : Endlich ist der Affe aus dem Ärmel gekrochen

Die letzten Tage in Lima verlaufen dann ruhig für mich. Ich verabschiede Ard nach Máncora, bummle mit Joe über diverse Schwarzmärkte und durch die Stadtviertel Limas und geniesse die letzten Tage in Südamerika.

Als quasi krönenden Abschluss holt mich mein perunaischer Freund Pablo gemeinsam mit einem Argentinier, einem Südafrikaner und einem Iren an meinem letzten Abend ab und wir gehen nochmal richtig schön aus in einen klassisch peruansichen Club ohne Touristen - herrlich! Wirklich gelungen!

 

Das wars für mich in Südamerkia. Der Abschied fällt schwer! Die Zeit hier ist so schnell vergangen und ich muss viele neue Freunde hier erstmal zurück lassen.

Das Gute: Es geht noch nicht nach Hause, jetzt gehts erstmal nach New York und damit zu Ben!

1 Kommentar 13.7.09 19:17, kommentieren

Trujillo

Mein Tagesausflug auf dem Weg von Máncora nach Lima führt mich nach Trujillo, was etwa auf halbem Wege liegt und einige archäologische Stätten zu bieten hat. Mit dem Nachtbus fahren Anuscha, Fine und ich nach Trujillo und ich lasse mein Gepäck direkt bei der Busgesellschaft, da ich abends schon nach Lima weiterfahren will. Die Mädels bleiben ein Nacht hier und daher fahren wir zunächst zu deren Hostel. Dort ist praktischerweise auch eine Reiseagentur, bei der wir eine geführte Tour zu den wichtigen archäologischen Stätten der Umgebung buchen.

Los gehts mit dem Huaca de la Luna, dem Mondtempel, der kein eigentlicher Tempel sondern viel mehr ein kulturelles Zentrum der Moche-Indianer war. Jeder König baute damals seine eigene Ebene, so dass der Tempel von aussen aussieht wie eine Pyramide, die im Innern eine umgekehrte Pyramide enthält. Schwierige Vorstellung,, ich weiß, aber diese Bauart hat zur Folfe, dass bei Augrabungen Teile der inneren Pyramide freigelegt werden konnten und wunderschöne, hervorragend erhaltene Wandmalereien zum Vorschein kamen. Wirklich beeindruckend!!

Die zweite wichitge Stätte ist die Königsstadt von Chan Chan. Die ist allerdings nicht (mehr) beeindruckend. Da alles nur aus ungebrannten Lehmziegeln erbaut wurde hat die Zeit und die Witterung ihren Tribut gefordert und vom Original ist nicht mehr viel zu sehen. Das hat die peruanischen Archäologen dazu veranlasst einen Teil der Stätte zu rekonstruieren. Nur das man sich jetzt vorkommt wie in einem farblosen Disneyland. Aber gut, vermutlich sind die Geschmäcker hier verschieden...

Den Abend, bevor ich zum Bus muss verbringen die Mädels und ich in einer Mall - eigentlich wollten wir ins Kino, was aber leider nicht klappt. Aber zum Glück kann man hier auch was essen und ein bisschen Shoppen

Per Nachtbus gehts dann nach Lima - auf zur letzten Station in Peru!!

2 Kommentare 13.7.09 18:36, kommentieren

Máncora

Nach fast 24 Stunden Busfahren und Warten komme ich morgens in Máncora an. Gleich beim Aussteigen treffe ich auf zwei deutsche Mädels, Anuscha und Josefine und auf zwei Schweizer, Reto und Roman, mit denen ich mir ein Taxi zum Hostel teile. Das erste Mal seit langem ist es mir bereits morgens um neun Uhr richtig warm und so ist die erste Amtshandlung angekommen im Hotel auch Umziehen - Bikini, Shorts und T-Shirt. Und gemeinsam mit Roman und Reto frühstücke ich erstmal und geminsam gehen wir mit zwei Amerikanern, Tim und Erik den Strand erkunden. Wasser ist herrlich und wir geniessen das Sonnetanken in vollen Zügen.

Und so verbringe ich den ersten Tag mit einem Wechsel aus Sonnenbaden und Schwimmen im Pazifik und den ersten Abend in der Bar im Hostel, wo ich unter anderem Dank Pub-Quiz jede Menge Leute kennen lerne!

Tag zwei beginnt sportlich für mich. Das erste MAl seit Australien und das zweite Mal in meinem Leben leihe ich mir ein Surfboard und stürze mich in die Wellen. Die sind hier nämlich Anfänger geeignet, schön lang und nicht sehr hoch. Und ich schaffe es tatsächlich die ein oder andere Welle zu stehen. Nachteil hier ist, dass das Wasser sehr flach ist und ziemlich viele Surfer unterwegs sind, so dass es teilweise ganz schön gefährlich ist im Wasser. Trotzdem hab ich jede Menge Spaß!

Abends gehts auch genauso sportlich weiter, es gibt nämlich Saösakurs und es gelingt mir und meiner Mitbewohnerin Marjolein ein paar Jungs davon zu überzeugen mitzumachen. Und trotz Knoten in Hirn und Füßen ist es eine riesen Gaudi und wir lachen herrlich viel.

Tag drei hält graue Wolken für mich parat, ich bin mal wieder krank. Allerdings hält mich das nicht davon ab am Strand rumzuliegen. Nur die Mojitos, die der Rest schon vormittags anfängt zu trinken, die spar ich mir. Trotzdem wird der 17.06. offiziel zum Mojito-Day gekürt und bietet hoffentlich den Anker für die ein oder andere Máncora- Reunion. Mittlerweile sind wir hier nämlich alle recht gute Freunde geworden und haben wirklich viel Spaß miteinander. Die Lachmuskeln werden am heutigen Tage besonders beansprucht, weil wir den Jungs anlässlich der Ladiesnight im Hostel Bikinis aufmalen - unglaublich wie viel Spaß auch die Jungs an ihren neuen Outfits haben - und eine riesen Party feiern.

Als ich am nächsten Tag zum Frühstück gehe - zum Glück ohne Kater, da ich ja auf Mojitos verzichtet habe - werde ich Zeuge einer unglaublichen Willens- und Leberleistung. Die Schweizer Reto, Roman und Frank und der Ire Jaimee sind gar nicht zu Bett gegangen sondern sitzen noch immer Mojito-trinkenderweise am Strand. Und da bleiben sie auch den Tag über. Unfassbar...

Meine Zeit in Máncora bestand also zusammengefasst aus Sonne, Strand, Surfen und Party, zusammenghalten von vielen netten Leuten! Und so fällt mir das Abschied nehmen schon schwer. Aber ich muss leider wieder nach Süden Richtung Lima zurück, da mein nächster Flug bereits vor der Türe steht! Das postitive: Meine Abreise wird zunächst mal von Anuscha und Fine begleitet und in Lima bin ich auch schon wieder verabredet - unter anderem mit meiner holländischen Fancrew!

1 Kommentar 13.7.09 18:24, kommentieren

Pisco

Frueh am morgen geht der Flieger von Cuzco nach Lima. Da lasse ich Tim und Chris alleine weiterziehen und organisiere mir einen Bus nach Pisco, einer kleinen Stadt etwa fünf Stunden südlich von Lima. Die Fahrt dorthin ist unglaublich hässlich. Die erste wirklich hässliche Landschaft, seit ich auf Reisen bin, nur Sand, Steine, Dunst und Staub, und das obwohl die Panamericana an der Küste entlang geht. Und Pisco selber ist nicht besser. Seit einem grossen Erdbeben vor zwei Jahren sind etwa 70% der Stadt zerstört und seither nicht wirklich wieder aufgebaut. Und so sieht die Stadt aus wie ausgebombt und ich fühl mich nicht wirklich wohl oder sicher hier.

Aber ich buche mir noch am gleichen Abend eine Tour für den nächsten Tag um die ISlas Ballestas, liebevoll die Galapagos für Arme anzuschauen und den dazugehörigen Nationalpark. Dann gönn ich mir noch eine Portion phantastische Ceviche - das ist roher Fisch oder Meeresfrüchte eingelegt in Zitrone - bevor ich mich in mein Bett begebe.

Wiedermal früh gehts morgens los zur Tour. Per Minibus gehts nach Paracas. Da wechseln wir dann auf ein Speedboat, das uns zu den Inseln bringt. Um es kurz und bündig zu beschreiben: Ich hab noch nie vorher so viele Vögel auf einmal oder wahrscheinlich sogar insgesammt gesehen! Dazu gibts noch ein paar süsse kleine Humboldtpinguine und Seelöwen. Da verdirbt mir nichtmal das leichte Nieseln und der kalte Fahrtwind die Laune...

Zurück in Paracas haben wir Zeit für ein kleines Frühstück und einen Rundgang durch das Dorf bevor es wieder per Minibus zum Nationalpark Paracas geht. Der ist allerdings eine echte Enttäuschung. Ich weiss nicht, ob es am diesigen Wetter oder wirklich am Park liegt, aber alles hat die gleiche dreckig braun-gelbe Farbe hier und sieht aus wie eine grosse Baugrube. Auch die Sandsteincliffs und der Strand aus rotem Sand hauen das nicht raus. Trotzdem hab ich eine gute Zeit und übe mich im sarkastisch sein auf englisch

Nach dem Parkbesuch gehts zurück nach Pisco und wieder gibts für mich Ceviche und nachdem ich mein Busticket für morgen so halb organisiert hab gehts auch heute wieder früh schlafen.

Sehr früh am nächsten Morgen fahr ich mit einem Taxi-Collectivo zum sogenannten Cruze an der Panamericana und dort steige ich in den Bus zurück nach Lima.

 

Nächstes Ziel: Der Strand von Máncora an der Grenze zu Ecuador!

1 Kommentar 22.6.09 21:11, kommentieren

Cuzco Klappe die Zweite

Mein zweiter Aufenthalt in Cuzco ist erstmal wenig erfreulich. Wir verbringen einen ganzen Vormittag und den halben Nachmittag damit mit unserer Reiseagentur zu diskutieren um unser Geld für die Extrazugtickets zurück zu bekommen. Und beharrlich wie wir sind schaffen wir das auch! Allerdings ist der Tag damit gelaufen und mir bleibt nur noch Zeit ein letztes Abendessen mit meinen neuen/alten Freunden zu geniessen bevor ich mit Tim und Chris zum Busbahnhof düse um nach Arequipa zu fahren. Dort angekommen müssen wir leider feststellen, dass aufgrund von Streiks alle Strassen dicht sind und wir erstmal nicht aus Cuzco wegkommen. Also fahren wir zurück zum Hostel und machen das Beste aus unserem unverhofften Abend in Cuzco - wir gehen aus, und zwar so richtig!

Am nächsten Morgen steht der Streik immer noch, so dass die Jungs un dich beschliessen Arequipa auszulassen und nach Lima zu fliegen. Und so buchen wir also einen Flug für den nächsten Tag. Das bedeutet ein weiterer Tag in Cuzco, den ich mit meinen holländischen Freunden auf dem Black Market und in der Stadt verbringe. Der Abend verläuft ruhig diesmal und gemütlich gibts ein Abschiedsbier, da ich morgen bereits um 5:30 Uhr am Flughafen sein muss....

1 Kommentar 21.6.09 19:09, kommentieren

Machu Picchu

Zeitig machen wir uns per Minibus auf den Weg zu unserer ersten Etappe. Zeitig heisst natuerlich mit einer Stund Verspaetung, aber immerhin. Ueber Ollantaytambo gehts auf den Pass nach Abra Malaga, wo wir unsere Mountainbikes besteigen - ja, die erste Etappe ist naemlich Downhill Biken!!! Das meiste auf geteerter Strasse, also kein Grund zur Panik. Auf 4350 m gehts los Richtung Tal, die Aussicht ist grossartig und wir haben einen riesen Spass. Leider sind die Raeder nicht so richtig gut, so dass es den eine oder anderen Sturz gibt, aber wir lassen uns die Laune davon nicht vermiesen! Bis auf 1250 m gehts runter, 5 Stunden lang. Das letzte Stueck ist auch noch Schotterpiste, was noch mehr Spass macht, aber noch mehr Stuerze verursacht. Bisnach Huamanmarca fahren wir und von da aus bringt uns der Bus nach Sanata Maria, unserer ersten Station fuer die Nacht. Das Hostel ist zum Glueck sauber, obwohl es nur kaltes Wasser in der Dusche gibt.

Fuer Tag zwei steht Wandern auf dem Programm. Und zwar Wandern auf einem Teil des beruehmten Camino de Inka. Das erste Teilstueck geht noch gemuetlich auf breiter ebener Strasse. Dann aber der Einstieg in den Camino. Schon der ist happig, steil und schmal windet sich der Pfad den Hang hinauf, die Sonne scheint ohne Erbarmen auf unsere ohnehin schon durchgeschwitzten Shirts. Stueck fuer Stueck arbeiten wir uns nach oben vor. Auf etwa halber Hoehe gibts eine kleine Verschnaufspause und eine kleine Staerkung bevor es weiter geht. Das zweite Stueck ist aber nicht mehr so schlimm. Nur noch ein kurzes Stueck geht es richtig steil nach oben, bevor wir aus dem Wald raus auf einen herrlichen Panoramaweg stossen, der uns einen wunderschoenen Blick ueber das ganze Tal und auf die schneebedeckten Gipfel des Nevado Veronica und des Nevado Tiriyway gibt. Von hier aus geht es nur noch bergab bis zu einem kleinen Restaurant am Ufer des Urubamba. Hier gibst Mittagessen und Mittagschlaf bevor es weiter entlang des Flusses bis zu den heissen Quellen nahe Santa Teresa geht. Da waschen wir uns dann ersmal den Staub und den Schweiss ab und geniessen das Gefuehl sauber zu sein! Mit dem Minibus werden wir dann das letzte Stueck nach Santa Teresa gefahren, wo wir Abendessen und unsere BEtten kriegen. Willkommen suesser Schlaf...

Tag drei beginnt mit einer Busfahrt zur sogennanten Hidroelectrica, von wo aus wir entlang der Bahntrasse nach Aquas Calientes laufen. Die Strecke ist einfach, aber man muss sich ziemlich konzentrieren. Aber trotzdem bleibt manchmal noch Zeit fuer einen Blick auf die schoene Umgebung.

In Aguas Calientes alias Machu Picchu Pueblo lassen wir unser Gepaeck im Hostel, essen zu Mittag und machen uns an die Besteigung des Putucusi, einem Berg gegenueber von Machu Picchu. Das wird zu einer groesseren Herausforderung als gedacht, da wir 700 Höhenmeter zu überwinden haben nur mit Hilfe von Leitern und Treppen. Und die sind ziemlich steil!! Ich bin fix und fertig und völlig durchgeschwitzt, als ich oben ankomme, aber dank des phänomenalen Ausblicks erhole ich mich doch ziemlich schnell wieder. Machu Picchu liegt nämlich wie ausgebreitet auf dem Gegenhang und ist in der Abendsonne schön anzuschaun. Lange Zeit bleibt uns leider nicht da oben, da keiner Lust hat im dunkeln die rutschigen Leitern 20m in die Tiefe abzusteigen. Wieder in Aquas Calientes gibts erstmal eine Dusche und dann ein herrliches Feierabendbier und ein zünftiges Skatspiel mit Tim und Chris. Lange haelt sich heute abend aber keiner auf, da es morgen früh sehr früh losgeht.

Bereits um vier Uhr treffen wir uns mit den Guides, die uns unser Frühstückspacket austeilen und dann geht der Stress richtig los. Eigentlich war mit der Agentur vereinbart, dass wir bis 17 Uhr auf Machu Picchu bleiben können und dann um 17.30 Uhr mit dem Zug nach Cuzco fahren. Irgendwie hat das aber scheinbar nicht geklappt, so dass wir auf den Zug um 14:30 gebucht wurden. Nach einigem Gezeter verbleiben wir mit Juan so, dass er versucht die Tickets zu tauschen und wir ihn später anrufen. Und so, mit einiger Wut im Bauch machen wir uns an den Aufstieg. Wieder heisst es Treppen steigen - wenns nur nicht so gut für die Figur wär...

Eine Stunde lang gehts aufwärts, immer eine Stufe nach der anderen. Und wieder mal bin ich klatschnass, als ich oben ankomme - ich galube, das hab ich geerbt Dann gibts erstmal Frühstück bis die Tore zu Machu Picchu geöfnet werden. Alle, die schon oben sind stürmen ans andere Ende der Ruinenstadt um sich einen Zugang zum Wayna Picchu Berg zu sichern, auf den täglich nur 200 Personen rauf dürfen. Dann schauen wir uns noch ein bisschen auf eigene Faust um, bevor wir zu einer zweistündigen geführten Tour aufbrechen, die sich wirklich lohnt!

Gegen zehn sind damit fertig und rufen Juan wegen der Tickets an. Leider hat sich nichts geändert, so dass wir jetzt schon um eins wieder absteigen müssen. Das bedeutet für uns Auswählen, was wri machen wollen, denn die Zeit reicht nicht um alles zu sehen. Criss, Tim und Ich entscheiden uns für Wayna Pichu, die anderen für die Incabrücke. Und so ziehen wir zu dritt los. Da uns die Zeit im Nacken sitzt überwinden wir die 300 Höhenmeter auf Stufen in der Hälfte der sonst üblichen Zeit - das T-Shirt wird langsam nicht mehr trocken - aber wieder, der Ausblick entschädigt. Und während wir da oben so rumturnen merken wir kaum, wie die Zeit vergeht. Und so ist es bereits zwölf, als wir wieder unten in der Stadt ankommen. Somit reicht die Zeit nicht aus um noch mehr von Machu Picchu zu sehen, nur noch fürs Postkartenfoto reicht es noch vom obersten Punkt der Stadt.

Punkt eins machen wir uns an den Abstieg, vorher noch schön Pass stempeln lassenn Der Abstieg ist anstrengender und länger als gedacht, aber wir sind punkt zwei am Treffpunkt. Nur leider ist Juan nicht da, nur unsere Tickets, auf denen steht, sie haben soeben ihren Zug verpasst. Die Pappnase von Guide hat uns nämlich die falsche Uhrzeit genannt und wir stehen jetzt doof da. Also wir schnell zum Bahnhof, vielleicht geht ja noch was, aber nein. Zug weg. Und jetzt? Tickets umbuchen! Das geht? Ja, offenbar schon, wenn mal denn will! Kostet allerdings ziemlich viel. Und so kaufen wir uns neue Tickets bzw. buchen unsere Tickets um für den Zug um 17 Uhr - grrrrrrrrrrrrrrrr.

Die Zeit überbrücken wir mit Pizza und Pisco und versorgen uns noch mit genug Bier um eine lustige Zugfahrt zu haben. Pünktlich bringt uns dieser in eine kleine Stadt in der Nähe von Cuzco, von wo aus wir mit dem Taxi zurück ins Hostel fahren. Und nach eine Grundreinigung und frischer Wäsche geniessen wir noch gemeinsam ein gutes Feierabendbier.

Die Agentur allerdings kann sich morgen auf was gefasst machen, das lassen wir so nicht auf uns sitzten!

1 Kommentar 14.6.09 19:33, kommentieren

Cuzco

Cuzco erreiche ich mal wieder völlig durchgefrohren morgens in aller Frühe. Per Taxi gehts zum Hostel, wo ich glücklicherweise auch ohne Reservierung ein Bett bekomme. In da kuschel ich mich auch erstmalauch nochmal und schlafe ein paar Stunden in der Waagerechten..

Cuzco, das ist die Stadt, die Franzisco Pizzaro damals als Erste erobert hat. So gibts in der Stadt auch jede Menge Kolonailgebäude, die der Stadt ein wenig ein italinisches Aussehen und Flair verleihen. Zum Glück sind aber auch viele der alten Inkaspuren noch zu finden.

Meinen ersten Tag hier verbinge ich aber mit Rumhaengen, Waesche waschen, lesen und einem kleinen ersten Stadtbummel durch die Stadt. Bei der Gelegenheit buche ich auch einen kleinen Reitausflug zu ein paar Tempeln on der Umgebung fuer morgen. Abends gibts ein gemuetliches Feierabendbier mit neuen Freunden in der Bar im Hostel und frueh gehts dann auch ins Bett, da es am naechsten Morgen auch zeitig losgeht zum Reiten. Dachte ich jedenfalls... Hab mal wieder nicht mit suedamerkianischer Zeiteinteilung gerechnet und so geht es erst mit einer Stunde Verspaetung los.

Mit zwei Amerikanern und einem Guide gehts durch die Berge im Hinterland von Cuzco - wunderschoen!! Erstes Ziel ist der Templo de la Luna, einem alten Inkatempel, von dem allerdings nicht mehr viel uebrig ist. Aber das wenige bekommen wir von einer jungen Studentin gut erklaert! Und auch der Templo de los Monos ist auf dem Programm. Dann gehts, nach heftiger Diskussion mit unserem Guide noch fuer zwei Stunden zu Pferd durch die Berge bevor es zurueck zur Ranch geht. Das gute an der Ranch ist, dass sie oberhalb einer beruehmten Inkafestung liegt, Saksaywhaman. Und die kann ich mir auf dies Art und Weise auch noch ganz umsonst anschauen!

Zurueck in Cuzco wartet frische Waesche auf mich und eine Einladung meiner Zimmgenossen zum Abendessen, die ich doch dankend annehme. Leider ist Indisch in Suedamerika wohl keine gute Idee... Aber wir lassen uns den Abend nicht vermiesen und statten dem beruehmten Club Mama Afria einen Besuch ab!

Der folgende Tag ist nach der Feierei natuerlich ein bisschen langsamer, aber trotzdem gibts ein bisschen Kultur fuer mich. Ich schau mir das Kloster Santo Domingo an, das aus und auf einem Inkatempel errichtet wurde, dem Sonnentempel Qorikancha. Viele der alten Strukturen sind noch erhalten und man bekommt einen guten Eindruck von der Handwerksfertigkeit der Inka. Die Ausstellung im Klostergarten ist zwar nicht mein Ding, aber gut. Danach schlendere ich noch gemuetlich ueber einen grossen Kunsthandwerksmarkt, kann mich aber nicht dazu durchringen schon wieder Krims Krams zu kaufen - kommt aber sich noch

Und als ich zurueck ins Hostel komme, wartet eine schoene Ueberraschung auf mich, meine hollaendischen Freundinnen und Tim mit seinem Mitbewohner Christian sind ebenfalls in Cuzco eingetroffen! Und so verbringe wir einen netten Abaned gemeinsam in der Bar...

Der naechste Tag bringt ein paar organisatorische Dinge mit sich. Wir wollen naemlich gemeinsam eine vier Tagestour zum Machu Picchu machen und das heisst Agenturen abklappern. Zu guter Letzt finden wir aber eine, die uns einen vernuenftigen Preis anbietet und wir buchen fuer uebermorgen unsere Tour! Und das feiern wir am Abend auch ausfuehrlich - mal wieder im Mama Africa!

Nach wenigen Stunden Schlaf ist der naechste Tag mal wieder im Zeichen der Erholung zu verstehen - ich muss aufhoeren erst um halb sechs ins Bett zu gehen... Aber wenigstens schaff ich es mir mit Tim und Christian noch ein paar Sachen in der Stadt anzuschauen. Und einen Bus nach Arequipa fuer den Tag nach unserer Rueckkehr buchen wir noch. Abends haben wir dann ein Briefing mit unserm Guide fuer die Tour morgen. Sonst laueft der Tag vollends ruhig aus und endet zeitig im Bett.

Morgen gehts dann los auf unser Machu Picchu Abenteuer - Da freu ich mich schon riesig drauf!!!

 

1 Kommentar 10.6.09 17:23, kommentieren