Floating Islands

Die Floating Islands auf dem Titicaca See sind wohl einzigartig aufderganzen Welt. Aus Schilfgrasblöcken mit darüber aufgeschichtetem Schilf entstehen dieses künstlichen Inseln, die seit Jahrhunderten von einem Aymara-sprechenden Volk bewohnt sind.

Mit dem Boot fahren wir raus zu einer der Inseln. Auf dem Weg dahin erklärt unser Guide uns schon mal ein bisschen was zur Kultur dieses Volks und etwas zu den Inseln. Trotzdem ist es eine ganz fremde Welt, in die wir da eintreten. Don Santiago lässt uns auf seine Insel, die seit über 50 Jahren von seiner Familie bewohnt und umsorgt wird. An einem Miniaturmodell erklärt er uns nochmal genau, wie diese Inseln aufgebaut werden. Schicht für Schicht wird Schilf auf zusammengepflogte Schilgrasinseln aufgelegt. Und da das natürlich mit der Zeit im Wasser zu rotten beginnt muss von oben immer neu nachgelegt werden. So sind diese Inseln unter ständiger Bearbeitung. Und trotzdem stehen Häuser drauf, Kochstellen und sogar Schulen. Wirklich anders!

Mit einem der traditionellen Schilfboote werden wir dann noch zu einer anderen Insel gefahren, was ganz schön anstregend aussieht und aber einen wunderschönen Sonnenuntergang auf dem See beschert. Dort haben wir dann noch Zeit für eine Tasse Tee, die bitter nötig wird, da es ohne Sonne hier auch ziemlich kalt ist bevor es zurück nach Puno geht. Da gibts dann noch Pizza für mich bevor ich mich auf den Weg zum Busterminal und somit auf den Weg nach Cuzco mache. 

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Titicaca See

Der berühmte Titicaca See soll meine letzte Station in Bolivien sein. Daher nehm ich mir hierfür auch nochmal ein bisschen mehr Zeit.

Mit dem Bus fahr ich frühmorgens in La Paz los nach Copacabana, begleitet werd ich mal wieder von Benedict und Jonathan. Copacabana selber lassen wir noch am gleichen Tag hinter uns und fahren mit dem Boot zur Isla del Sol - angeblich die Geburtsstätte der Sonne und des ersten Inca. Obwohl ich in meinem Reiseführer gelesen hab, dass man am Besten mit leichtem Gepäck hier anreist haben wir alle Drei unsere grossen Rucksäcke dabei. Warum? Ja, das eröffnet sich uns beim Betreten der Insel. Die Siedlung, bzw. alle Unterkünfte befinden sich auf dem Gipfel - die Insel ist nämlich eher ein Berg als eine Insel, wird wohl nix mit Strand liegen

Und so schleppen wir unsere Rucksäcke zunächst 208 Stufen bis zur einzigen Wasserquelle der Insel und von da aus nochmal geschätzt 45 Minuten weiter den Berg rauf. Das richtig anstrengende ist dabei nicht das Gepäck sondern die Tatsache, dass wir auf über 4000 Höhenmetern rumkraxeln... Aber zu guter Letzt schaffen wir es doch noch und finden bei Don Ricardo drei schöne Einzelzimmer, die auch noch warm zu sein scheinen und ein eigenes Bad haben. Und so machen wir es uns auf der Sonneninsel erstmal gemütlich, allerdings ist die Sonne leider nicht so warm wie wie es gerne hätten. Und so ist es ehrlich gesagt bitterkalt, nachdem die letzten goldenen Strahlen verschwunden sind.

Auf Empfehlung unseres Herbergsvaters gehen wir zum Abendessen ins Restaurant Las Velas. Hier erstmal ein Einschub - von gehen kann keine Rede sein, wir klettern unter Führung unseres Herbergsvater durch die stockfinstere Nacht, keine Wege, keine Beleuchtung. Und dann ist Las Velas auch noch Programm: Keine Elektizität, nur Kerzen und Gasofen und leider saumässig kalt!!! Und leider ist auch das Essen nur lauwarm und ich hab ziemliche Magenkrämpfe danach. So endet der Abend für mich und auch für Jonathan ziemlich plötzlich im Bett...

Aber der nächste Tag beginnt strahlend schön und ohne Bauchschmerzen. Und so machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg die Insel zu erkunden. Praktischerweise gibt es einen Trekkingpfad hin zu einigen Inkaruinen, der die ganze Inselüberquert. Das bedeutet hier natürlich ein ständiges bergauf bergab in 4000 m Höhe und die Pumpe geht manchmal ganz schön flott, aber es macht Spass! Endlich malwieder ein bisschen Bewegung an der frischen Luft, wandern durch atemberaubend schöne Landschaft und immer einen Blick auf die schneebedeckten Cordilleren. Etwa acht Stunden dauert unsere Wanderschaft bis wir wieder zurück sind am Südende der Insel. Abends geniessen wir einen schönen Sonnenuntergang und gute Pizza in einem tatsächlich warmen Restaurant und fallen totmüde und zufrieden ins Bett.

Von Sonnenstrahlen in der Nase gekitzelt wache ich auf und bedaure eigentlich, dass ich schon wieder weg muss aus diesem kleinen Paradies. Einziger Pluspunkt - Peru ist angeblich wärmer

So machen wir uns nach einem letzten bolivianischen Frühstück an den Abstieg und setzen mit dem Boot über nach Copacabana. Und von da gehts dann mit dem Bus nach Peru.Grenzübergang problemlos und die Busfahrt wunderschön entlang des Titicaca Sees nach Puno. Hier wollten wir eigentlich eine Nacht bleiben, aber so richtig schön ist es her eigentlich nicht. So beschliesst Benedict nach Arequipa weiter zu fahren und Jonathan nach Cuzco. Und Ich? Ich buche einen Trip zu den berühmten Floating Islands und einen Bus nach Cuzco für die Nacht.


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La Paz

Von Sucre gehts also in die nächste Hauptstadt, nach La Paz. Über Nacht mit dem Bus ist hier eine ganz schlechte Idee, da die Bolivianer offensichtlich eine andere Vorstellung von "beheizt" haben, so erreiche ich La Paz zwar wohlbehalten aber tiefgefrohren. Zum Glück weiss ich bereits in welches Hostel es gehen soll, da Jonathan und Benedict auch hier sind, so dass ich ziemlich bald eine warme Dusche und einen heissen Tee kriege. Die Jungs haben mir eine Nachrrich hinterlassen, dass sie erst morgen zurrück sin, da sie unbedingt auf 6000m rumkraxeln wollen - ok, ich auch, aber bin grad pleite, muss ich auf Peru verschieben.

So mache ich mich also alleine auf Stadterkundung, was mir selbstverständlich mühelos gelingt. Schwarzmarkt, Strassenmarkt, Hexereimarkt - man kann in La Paz von getrockneten Lamaföten über halluzinogenen San Pedro Kaktusschnaps bis hin zu gefälschten Klamotten, gefälschter Elektronik, jeder Menge Tourikram bis hin zu den ganz alltäglichen Dingen wie Brot, Käse, Obst und Gemüse alles auf der Strasse kaufen. Und frei nach dem Motto do it like the Bolivians do kaufe ich mir mein Mittagessen und ein paar Vorräte auf der Strasse.

Im Hostel mache ich noch eine Tour nach Tiahuanacu, einer präinkaischen archäologischen Kulturstätte in der Nähe des Titicaca Sees klar und beschliesse diesen ersten Tag in La Paz recht früh.

Früh am nächsten Morgen fahre ich mit zwei Englanderinnen und einem Guide zu den Ausgrabungsstellen. Leider sind die ziemlich wenig beeindruckend, da viele Ausstellungsstücke zur Zeit nicht zugänglich sind und die Ausgrabungen selber zum grossen Teil rekonstruirt und damit wenig beeindruckend sind. Der historisache Hintergrund, mit dem unser Guide uns beladt ist aber dafür umso interessanter. Das eigentliche Highlight für mich allerdings sind die schneebedeckten Cordilleren über einer phantastischen Kulisse von La Paz, als wir über die Hochstrasse zurück in die Stadt fahren! Die Aussicht auf die Stadt, wie sie sich an die Hänge der umgebenden Hügel schmiegt ist einfach umwerfend!

Nachmittags treffe ich mich mit Sytha, einer der Holänderinnen auf einen Kaffe und als ich danach zurück ins Hostel komme finde ich Benedict und Jonathan wieder, die noch völlig übermüdet vom Bergseigen sind und so verabreden wir uns für morgen zum Frühstück. Und ganz überraschend ist auch Ard hier, der kurzentschlossen Sucre per Flugzeug verlassen hat. Und auch mi ihm verabrede ich mich fur morgen.

So findet sich eine lustige kleine Truppe am nächsten Morgen zum frühstücken bei Pepe, unserer designierten Stammfrühstückskneipe ein. Und wie es der Zufall so will, taucht auch der Rest der Holländerinnen noch auf, die wie ich mit dewm Bus über Nacht nach La Paz gefahren sind und jetzt im gleichen Hostel wie ich untergekrochen sind.

Da heute Championsleague Finale ist verabreden wir uns später im Pub. Bis dahin durchstreife ich noch ein bisschen die Stadt in Begleitung von Ard. Fussball ist grossartig - Viva Barca - und danach gehts weiter in der Stadt mit Chorripan und Abendessen in der besten, kleinsten, schmuddeligsten Pizzaria in La Paz.

Der nächste Tag steht für mich so ein bisschen unter dem Stern des Organisierens. Erst gehts mit Ard auf den Mercado Negro und über den Mercado de la Hechiceria und ich besorg noch ein paar Mitbringsel. Dann wollte ich mich eigentlich mit Al, einem der Endgländer von der Salartour zum Mittagessen treffen, leider muss der aber seinen Zug nach Cuzco erwischen, so dass ich die freie Zeit nutze und mit Ard das Regierungsviertel von La Paz erkunde. Schöne alte Kolonialgebäude haben die hier...

Dann heisst es für mich Kopf zusammen nehmen, Päckchen packen und verschicken - dauert hier alles ganz schön lange. Aber ich bringe meine Sachen heil auf den Weg und in meinem Rucksack ist wieder schön viel Platz. Dann buche ich noch mein Busticket nach Copacabana für den nächsten Tag und treffe mich mit meinen niederländischen Freunden zum Kino gehen - Angelos y Demonios, que bien!!

Das wars für mich in La Paz, jetzt wartet der Titicacasee auf mich...

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Sucre

Da ich mal wieder elend hinterher bin mit meiner Schreiberei gibts übver Sucre nur eine Zusammenfassung.

Sucre, die alte Hauptstadt Boliviens, jetzt nur noch Sitz der Judicative war eine Oase währen meines Bolivienaufenthalts. Denn im GEgensatz zu Uyuni oder Potosí ist es hier endlich mal nicht kalt, sonder tatsächlich FliFlop und kurze Hosen Wetter. Und da in Sucre am 25. Mai 1809 der erste Schrei nach Unabhängigkeit laut wurde, feiern die Sucreños ihr Bicentario ausführlich und ich mittendrin. Daher verbring ich meinen ersten Tag auch damit im Park bzw. auf dem Plaza 25 de Mayo zu sitzen und einfach zu beobachten.


Tag zwei in Sucre bin ich schon wieder unternehmungslustiger, besuche das Stadtmuseum von Sucre, fahre raus zu einer Wand, an der Dinosaurierfussabdrücke zu sehen sind und treff mich wieder mal mit Tim, der auch grade hier ist.


Tag drei ist ein bisschen chaotisch, da ich überraschenderweise aus meinem Hosel raus muss, da das für die 200 Jahrfeier komplett ausgebucht ist. Aber Mit der Hilfe von Ard, einem Holländer, den ich unterwegs getroffen habe schaffe ich es mir doch noch ein anderes Hostel zu organisieren. Dank der Feierlichkeiten in der Stadt muss man hier gar nicht weit gehen für irgendwelche Sehenswürdigkeiten, die Stadt und die Menschen hier bieten alles was man braucht und ich verbringen den Tag damit mit Ard durch irgendwelche Hinterhöfe zu streifen, in denen irgendwelche Ausstellungen oder kleine Märkte sind.

Abends treffen wir uns mit einer ganzen Horde Holänder, die ich auf dem Weg und hier in Sucre getroffen hab - sehr lustiges Volk - und gehen das erste Mal seit einer halben Ewigkeit mal wieder tanzen!

Tag vier lass ich wieder ruhiger angehen mit einem ausführlichen Frühstück mit vielen Vitaminen auf dem Mercado und einem ausgedehnten Einkaufsbummel auf dem hiesigen Schwarzmarkt. Und noch ausgedehnter ist der Mittagschlaf im Park bevor ich mich abends mit all den Holländern für ein Openairkonzert treffe. Leider ist das Konzert so rein musikalisch nicht so unser Fall, wir haben aber trotzdem Spass

An meinem letzten Tag in Sucre besuche ich gemeinsam mit Ard noch den Friedhof, der mehr Urnengräber hat als Berlin Häuser und die sind dann auch noch mehrstöckig angelegt, mit Leitern zu erreichen, wie kleine Häusschen ausstaffiert. Seltsam.

Nachmittags statten wir dem Castel de la Glorietta noch einen Besuch ab, was an sich nicht so besonders lohnenswert gewesen wäre, aber dabnk der 200 Jahrsfeier finden hier Reiterfestspiele statt, die wir ganz umsonst anschauen dürfen...

Abends dann veraschiede ich mich von meiner holländischen Fancrowd und fahre mit dem Bus über Nacht nach La Paz.

Von einer Hauptstadt zur Nächsten...

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Potosí

Früh morgens geht es los mit dem Bus von Uyuni nach Potosí. Ich bin ziemlich froh das eisige Uyuni hinter mir zu lasen, auch wenn Potosí sicher nicht karinbisch sein wird auf 4065m Höhe. Im Bus mache ich eine nette Bekanntschaft mit Benedict und Jonathan, zwei Kölner Medizinstudenten, mit denen ich mich auf Anhieb super verstehe. Da wir alle noch nicht so genau wissen, wo wir in Potosí unterkommen, beschliessen wir uns gemeinsam ein Hostel zu suchen und so die nächsten Tage gemeinsam zu verbringen - nett mal wieder Reisegesellschaft zu haben!

Im Koala Den, unserm designierten Domizil für die nächsten Tage gibts die erste heisse Duasche seit Tagen und ein geheiztes Dormitorium. Und so fühl ich mich tatsächlich auch fast wieder wie ein normaler Mensch,wenn man von der Michellin-Männchen-artigen Kleiderschichtung mal absieht... Aber wenigstens friere ich nicht, als wir unseren ersten Rundgang durch die Stadt machen.


Potosí hat einen alten kolonialen Stadtkern und einige sehr schöne, guterhaltene Gebäude und wir wander ein bisschen durch die Stadt,erkunden den lokalen Markt und buchen eine Minentour für den nächsten Tag. Der Rest des Abends verläuft ruhig und früh geht es ins Bett. Die Höhe schlaucht doch ganz schön...

Der nächste Morgen fängt dafür hervorragend an mit einem richtig guten Frühstück. Und so gehen wir wohlgestärkt auf unsere Minenexkursion. Will, unser Guide wartet schon in der Agentur auf uns, denn wir sind die einzigen Gäste für heute. GEmeinsam besuchen wir erstmalden Mercado de los Mineros um dort Geschenke für die Minenarbeiter und die Götter des Berges zu kaufen.


Danach kriegen wir unsere Ausrüstung-Overall, Gummistiefel, Helm und Lampe und Richtung Cerro Rico. Doch bevor wir die Mine betreten gibts erstmal ein kleines Cocaritua. Willy erklärt, wie man die Cocablätter richtig zu sich nimmt undsiehe da, binnen kürzester Zeit ist mein Mund auch komplett taub Ausserdem solen die Blätter helfen gegen die Klaustrophobie, die sich in den Minen oft einstellt. Während wir fleissig kauen erzählt Willy, der selber früher MInenarbeiter gewesen ist ein bisschen über die Geschichte Potosís und der Minen.


Dann aber geht es endlich los und wir betreten die Mine. Es ist ziemlich eng und dunkel und ich bin dankbar über meinen Cocabollen in der Backentasche Erste Station ist der Tio, das ist der Geist des Berges, dem wir in einer kleinen Zeremonie huldigen. Dann gehts immer weiter in den Berg hinein. Unterbrochen wird unser Marsch von hin und her fahrenden Traversen, denen wir ausweichen müssen. Am Ende des Ganges machen wir eine erste kleine Pause, verteilen ein paar Geschenke und Willy erzählt über die Gesteine des Berges und deren Abbau. Dann geht es weiter, den Gang ein Stück zurück und dann heisst es klettern, klettern in den "zweiten Stock" der Mine. Allerdings ist hier nichts fest, alles Geröll, was den kleinen Aufstieg ziemlich schwierig macht. Oben angekommenwartet Don Pablo auf uns, ein eingesessener Minero, dermit seinen 54 Jahren bereits 37 Jahre hier arbeitet und sich bestens auskennt. Und so erklärt er uns was über die Flöze und die verschiedenen Mineralien hier, wie man sie abbaut mit Hammer und Meissel.

Der Abstieg gestaltet sich noch schwieriger als der Aufstieg, da das Gestein unter unseren Füssen einfach wegruscht.

Zurück am Tageslicht darf Benedict noch eine Stange Dynamit in die Luft jagen und dann gehts zurrück in die Stadt. Willy zeigt uns ein Restaurant, wo wir unsere erste richitg bolivianische Mahlzeit einnehmen - lecker,aber habhaft so mit Reis und Kartoffeln!

Mittags besuchen wir noch die Iglesia San Francisco und das Casa de la Moneda. Besonders letzteres ziemlich interessant, mit riesigen alten Münzprägemaschinen und einer riesigen Erzsammlung!

So, das war Potosí. Nächster Halt Sucre...

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Aus dem Staunen nicht mehr rauskommen

Der Trip nach Uyuni soll einer meiner Reisehöhepunkte werden. Dementsprechend freu ich mich da auch schon riesig drauf!!
Schon früh begebe ich mich zum Treffpunkt der Agentur. Es ist saumässig kalt!! Ausser mir sind noch Maya und Josh, zwei junge Amerikaner mit von der Partie. Gemeinsam warten wir auf unsern Transport zur Grenze, der ganz chilenisch eine halbe Stunde zu spät auftaucht. Aber wir schaffen es zur Grenze, koennen auswandern und weiter geht es zum Grenzposten nach Bolivien, wiedermal mitten im Nirgendwo der Anden. Alles laeuft problemlos und wir fahren zu unserem ersten offiziellen Halt, einer kleinen Hütte in den Bergen, wo wir Fr
ühstück bekommen und dann unsere Sachen auf unsern Jeep umladen. Ronaldo, unsere Fahrer für die nächsten drei Tage scheint ganz nett zu sein, wenn auch nicht gerade gesprächig

Los gehts, vorebi an der Laguna blanca und der Laguna verde - zwei wunderschoöne Lagunen umrahmt von Vulkanen - hin zu einigen heissen Quellen. Hier lassen wir nicht nur die Füsse in das herrlich heisse Wasser hängen sonder auch unsere Seelen ein bisschen baumeln, ganz erfüllt von der atemberaubenden Landschaft ringsherum.

Als Ronaldo zum Aufbruch drängt sind meine Fuüsse schonmal wieder warm, und so langsam findet auch die Sonne zu ihrer vollen Stärke. So ist die Fahrt zu den Geysiern auf 5200m wenigstens nicht mehr kalt.

Dafür macht sich die Höhe aber schon ein bisschen bemerkbar, vor allem, als wir auf dem Geysierfeld herumspringen. Wenn irgendwer mal das Bedürfniss verspühren sollt, herausfinden zu wollen, wie man sich mit 85 vermutlich fühlt - that's the way to do it! Aber natürlich bleibt trotz Kurzatmigkeit und leichter Übelkeit von den Schwefeldämpfen genug Zeit das Ganze hier zu geniessen - ziemlich abgefahren, was Mutter Natur sich da manchmal so ausdenkt!


Die Fahrt führt uns weiter durch wunderschöne Vulkanlandschaft - die Berge hier sind so anders als alles was ich aus Europa kenne und ich komme aus dem Staunen tatsaechlich nicht heraus. Die Farbe des Gesteins reicht von grau über gelb-orange und rot bis hin zu gruen und lila. Vulkanasche und Geröll bestimmen das Bild, Vegetation ist spärlich hier oben.

Auf 4800 m liegt die Laguna Colorada. Das Wasser dieser Lagune ist von einem rot-rosa Ton, genau wie seine Bewohner, die Flamingos.

Wie die meisten Lagunen des Altiplanos ist auch diese hier ein Salzsee, allerdings mit Mineralsalzen angefüllt, nicht Meersalz. Das besondere hier aber sind die riesigen Salzinseln, die in der Lagune wie Eisberge zu schwimmen scheinen.

Da wir die Nacht hier verbingen haben wir den ganzen Nachmittag Zeit in der Sonne die Lagune zu erkunden, Flamingos und andere Vögel zu bewundern, den Lamas und Vicuñas zuzusehen und auf den Salzinseln rumzukraxeln.

Doch sobald die Sonne untergegangen ist - was by the way ziemlich schön war - ist es hier ziemlich kalt

und wir flüchten uns in den Aufenthaltsraum um uns an einer Tasse Tee ein wenig aufzuwärmen. Allerdings ein ziemlich hoffnungsloses Unternehmen, da der Raum, wie auch die ganze Unterkunft unbeheitzt aus einfachen Steinmauern besteht, die auch während des Tages wegen des Windes ziemlich ausgekühlt sind. Und so helfen weder Tee, noch Spaghetti oder fünf Lagen Kleidung wirklich gegen die Kälte. Doch mit ein bisschen Hausmusik und guter Laune halten wir es erstaunlich lange in der Kälte aus, bevor wir es uns versuchen in Schlafsäcken und unter Wolldecken bequem zu machen.

Aber trotz der vielen Decken ist es eine ziemlich kalte Nacht und ich kann es kaum erwarten, dass die Sonne wieder aufgeht! Denn mit Sonnenaufgang kommt wenigstens ein bisschen Wärme zurueck in meine Knochen.

Nach dem Frühstück fährt uns Ronaldo zu einem Tal mit aberwitzigen Felsformationen, benannt nach der eindrücklichsten, dem Arbol de Piedra - der Steinbaum, einem Fels, der durch Arrosion die Gestalt eines Baumes angenommen hat. Wir kraxeln eine ganze Weile auf den Felsen herum, geniessen Ruhe und Sonne. Aber wie es manchmal halt so ist, wer klettert kann auch fallen. Und ganau das tut Maya und zwar so unglükclich, dass sie sich bei der Gelegenheit den Fuss verletzt. So, jetzt ist es ja gut, dass ich mal was mit Knochen machen will. Klinische Diagnose MCP II oder III Fraktur. Also packen wir Maya ins Auto und fahren mehr oder weniger direkt nach Uyuni, der nächst grösseren Stadt, in der ein Röntgengerät zur Verfügung steht. Ich muss zwar grinsen beim Anblick der Röntgenkugel - Bapo, war das nicht so ein Teil, mit dem du in Indien damals schon gearbeitet hast?? - aber es tut seinen Dienst und siehe da, ich hatte recht *sostolzbin*, MCP II Fraktur, leider Mehrfragment mit Fehlstellung. Arme Maya hat natürlich nix davon, der verpassen wir, wenn auch mit einigen Anlaufversuchen einen halbwegs passablen Gips, der auch unter den strengen Augen von Prof. OT standgehalten haette. Dann fährt Ronaldo mit Josh und Maya nach Sucre, damit sie von dort nach La Paz und zurück in die Staaten fliegen kann. Ich bleibe in Uyuni, auf Kosten der Reiseagentur und habe seit langem mal wieder ein Einzelzimmer mit eigenem Bad - Luxus pur!!!

Da ich ja meine Tour wegen des Unfalls unterbrechen musste ist mit der Agentur vereinbart, dass ich den letzten Tag der Tour von Uyuni am nächsten Tag starten kann und abends dann nach Uyuni zurückkehre.

Der nächste Morgen startet nett mit einem guten Frühstück und Gesellschaft von zwei Brasilianern, Marcus und Marcio, mit denen ich mich nach dem Frühstück auf Shoppingtour begebe - endlich warme Klamotten, Alpaca und so. Die Jungs haben einenm Trip von hier nach San Pedro gebucht, so dass ich leider viel zu schnell Abschied nehmen muss. Mit einem Privatwagen werde ich zum Cementerio de los Trenes, dem Zugfriedhof gefahren. Hier stellt sich allerdings heraus, dass das Auto, mit dem ich meine Tagestour machen sollte bereits voll besetzt ist. Also heisst man mich warten, bis das nächste Auto der Tourgesellschaft hier eintrifft. So streife ich völlig alleine und verlassen durch dieses unwirkliche Gelände alter, rostiger Lokomotiven.

Und wie es der Zufall so will, das Auto, das mich weiter mitnehmen soll ist das Auto, in dem meine brasilianischen Modeberater sitzen. Gemeinsam mit zwei Engländern, James und Al und einer Spanierin, Cristina werde ich meinen Tag also verbringen - super!!!

Nachdem wir den Zugfriedhof verlassen haben steuern wir mit kleinem Zwischenhalt in einem kleinen Pueblo direkt auf den Salar de Uyuni zu, den grössten und höchstgelegenen Salzsee der Welt. Es ist unglaublich, 1.200 Quadratkilometer, das heisst weiss, soweit das Auge reicht. Auf die Art und Weise lassen sich einige lustige Bilder machen


Das Salzhotel, welches wir auf unserm Weg noch besuchen, beeindruckt mich nicht besonders. Statt normaler Mauer bestehen die Wände hier aus Salzblöcken, die aus der acht Meter dicken Salzschicht herausgeschnitten wurden.

Aber was mich beeindruckt ist die Incuahnacu, eine Insel mitten im Salar, die so gut wie nur von Kakteen bewachsen ist. über 12 Meter sind manche, was beieiner Wachstumsrate von einem Meter pro 100 Jahre ein stattliches Alter von 1.200 Jahren bedeutet...

Und eine weitere Überraschung wartet hier auf mich. Es gibt schon wieder kein Auto, das mich zurück nach Uyuni fährt. Statt dessen macht mir die Agentur das Angebot mit meiner Gruppe die Nacht im Hotel auf dem Salar zu verbringen und am nächsten Morgen mit einer anderen Gruppe von dort zurückzufahren - works for me... So verbinge ich also einen super netten Tag und einen weinlastigen Abend mit Cristina und den Jungs und bin ziemlich traurig, als ich am nächsten Morgen in die andere Richtung mit einer anderen Gruppe aufbrechen muss.

Über den Rückweg lässt sich nur eines sagen - wer spanisch kann ist klar im Vorteil und hat den Fahrer auf seiner Seite und ich bin froh, dass ich gestern eine super Gruppe hier hatte! Zurück in Uyuni checke ich im Youth Hostel ein und wandere lange durch den Ort. Wie auch San Pedro ist Uyuni eher klein, aber immerhin gibt es hier zwei Plätze auf denen man sich super die Sonne auf den Bauch scheinen lassen kann. Und um die Reihe der Überraschungen nicht abbrechen zu lassen treffe ich Pablo, meine peruanische Reisebekanntschaft aus San Augustin wieder und wir havben einen richtig unterhaltsamen Abend im Salz-Pub zusammen.

Morgen geht es für mich weiter nach Potosí, einer der ältesten und ehemals reichsten Städte Bloiviens, berühmt für seine Silberminen. Doch das meine Freunde, ist eine andere Geschichte...

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San Pedro

Von Salta aus geht es weiter nach San Pedro de Atacama, Chile. Obwohl ich ziemlich müde bin, hält mich die Landschaft gefangen. Entlang der Präcordilleren geht es nach Norden Richtung Jujui. Die Berge sind hier bewaldet, teilweise herbstlich gefärbt mit rotblühenden Bäumen dazwischen.

Karge, steinige und trockene Flusstäler unterbrechen die Hänge. Je weiter nach Norden und je weiter in die Cordilleren es geht, desto karger wird die Landschaft. Doch dank des vulkanischen Ursprungs dieses Gebiet ist es auch hier alles andere als langweilig. Von Tal zu Tal ändert sich die Farbe des Gesteins, die Form und Grösse der Berge.

Kakteen vervollständigen hier mal wieder das Bild wilder Schönheit.
Langsam geht die Fahrt Richtung Chile in die BErge hinauf. Der argentinische Grenzposten liegt auf etwa 4.200 m und ich bin ziemlich froh meine Sinusitis loszusein. Die Einwanderung nach Chile findet erst kurz vor San Pedro statt, "nur" noch 3.200 m - Kinderkram
In San Pedro begebe ich mich schnurstracks ins Hostal Eden Atacameño, wo ich mit Tim, einer der besten Freunde von Cousin Tobi verabredet bin. Der hat mir netterweise da schon ein Bett organisiert und nimmt mich auch gleich mit auf einen Rundgang durch die Stadt - na ja, Stadt ist vielleicht übertrieben. Jedenfalls nett, wir verstehen uns prima. Leider hat Tim schon für den nächsten Tag seine Abreise geplant... Da ich ja aber erst angekommen bin will ich aber natürlich auch was von San Pedro haben und buche eine Exkursion zu den Lagunas Altiplanicos für den nächsten Tag.
Der Ausflug zu den Lagunen startet früh. Die Gruppe ist, tja wie soll ich sagen, nicht ganz meine Altersgruppe, aber ich senke ja gerne den Altersschnitt um 20 Jahre
Mit Betty, unserer französischstämmigen, spanisch und englisch brabbelnden Führerin hab ich mächtig Spass, besonders, da ich die Tour für die deutsche Fraktion schön fleissig übersetze.
Die Tour führt uns durch Toconao mit seiner Süsswasseroase mitten in der Atacamawüste,


zum Salzsee Atacama, der Flamingos beherbergt,


zu den Lagunas Miscanti und Miñiques auf etwa 4200 m zu Fusse der gleichnamigen Vulkane


und nach Socaire, einem kleinen Dorf bei San Pedro. Die Landschaft auf der Tour ist mal wieder unfassbar schön und ich bin trotz nicht optimaler Gruppenbedingungen restlos zufrieden.
Zurück in San Pedro organisiere ich meine nächste Tour. Drei Tag von San Pedro nach Uyuni in Bolivien mit Jeep durch die Anden...

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