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Mendoza

Von Santiago aus gehts mit dem Bus also nach Mendoza, Argentinien. Das bedeutet einmal über die Anden.

 


Landschaftlich ist das ein absolutes Highlight, dank meiner Sinusitis aber mit mörderischen Kopfschmerzen verbunden. Deshalb bin ich ganz froh, als ich endlich in Mendoza ankomme. Mit dem Taxi gehts zum Hostel. Hier ankommen ist wie nach Hause kommen. Die Leute sind wahnsinnig nett und ich fühl mich gleich richtig wohl!

Aber ausser an der Bar rumhängen, lesen und schreiben bin ich heute zu nichts mehr fähig. Deshalb verschwinde ich früh im Bett in der Hoffnung morgen gesund zu sein.

Weit gefehlt, trotz Penicillin wird meine Sinusitis nicht besser, so dass ich mir erstmal was Besseres besorge. Da ich aber keine Lust habe meine Zeit zu sehr zu vertödeln begebe ich mich auf Erkundungstour in die Stadt. Und Mendoza ist schön - relativ klein, aber nicht zu klein mit einigen Parks und vielen vielen Menschen.


Aber nach zwei Stunden Stadtlauf bin ich so k.o., dass ich mich erstmal im Garten in die Sonne setze, wo ich auch den ganzen restlichen Tag verbinge und mir selber ziemlich auf die Nerven gehe, weil ich nichts machen kann.

Um dem Einhalt zu gebieten buche ich mir für den nächsten Tag eine Reittour - die kann ich auch mit Schniefnase machen. Und Diego, der Barkeeper labert mich so unendlich voll, dass ich meine schlechte Laune vergesse und noch einen schönen Abend habe.

Und der nächste Tag bringt Besserung meiner Kopfschmerzen und meiner Laune mit sich. Nach einem Spaziergang im Parque San Martin döse ich ein bisschen am Pool, flirte mit dem Hostelpersonal und freue mich auf meine Reittour. Die findet überraschenderweise nicht wie geplant mittags statt sondern wir auf abends verschoben. Mit einer Gruppe junger Israelis und zwei Gauchos reite ich dann in den Sonnenuntergang am Fusse der Cordilleren - cool, was?! Und im Anschluss gibts noch ein Asado und viel Spass rund ums Lagerfeuer, inklusive Gitarrenmusik! Und was soll ich sagen, endlich finde ich mein Spanisch wieder und plaudere den ganzen Abend auf spanisch und englisch durcheinander - herrlich. Und als ich spät abends zurück komm tuts mir fast schon ein bisschen leid, dass ich morgen Mendoza verlasse.

1 Kommentar 2.5.09 15:55, kommentieren

San Augustín de la Valle Fértil

Von MEdnoza aus fahre ich mit dem Bus nach San Juan und von da weiter nach San Augustin. So, da wird sich jetzt der ein oder andere vielleicht fragen, wo zum Teufel ist das, und was soll ich sagen, mit Recht! Vier Stunden gehts die Fahrt in die Mitte von Niemandsland - Kakteen wohin man schaut (oder heisst es Kaktusse, Kaktuten, Kaktüsser), Berge ringsum und viel sandiger Boden. Aber schön!

In San Augustin werde ich vom Hostel abgeholt, buche gleich meine Tour ins Valle de la luna für morgen inklusive Trekking. Beim Abendessen lerne ich Pablo kennen, einen Peruaner, der die gleiche Tour in Bolivien vorhat wie ich. Leider fährt er heute Nacht schon nach Salta, so dass wir uns wohl kaum nochmal treffen, aber vielleicht in Peru dann.

Früham nächsten Morgen gehts los, per Minibus zm Valle de la luna. Mit Guide gehts dann im Auto ins Tal rein, das wirklich ausschaut wie ein Mondtal, oder wie "in einem Land vor unserer Zeit" - kein Wunder dass sich die Dinos hier wohlgefühlt haben

Einzigartige Felsformationen in verschiedenen Farben, Formen und Grössen, aberwitzig geformt bestimmen das Landschaftsbild. Der Guide erklärt sehr viel über die Entstehungsgeschichte und die Geologie des Tals, allerdings nur auf spanisch, so dass ich nach etwa der Hälfte seiner Ausführungen nicht mehr zuhören kann.

Aber schön ist es auch ohne Erkärungen...

Nach etwa drei Stunden sind wir wieder zurück an der Basisstation und nach einem kurzen Mittagessen gehts für mich zusammen mit zwei Holländerinnen und Alessandro, einem Schweizer aus meinem Hostel zum Cerro del Morendo, einem kleinen Berg hier im Tal, den wir zusammen besteigen wollen, Mario, unser Tourguide führt uns langsam an den Aufstieg ran, verbietet uns das sprechen und macht immer wieder kleine Pausen zwischendurch, so dass wir durchatmen können. Und er erklärt unterdessen viel über Flora und Fauna des Tals und über geologische Zusammenhänge. Und da ich die Einzige in der Truppe bin, die halbwegs spanisch kann spiel ich die Übersetzerin - macht viel Spass... Oben angekommen haben wir eine herrliche Aussicht und geniessen die letzten Sonnenstrahlen, bevor diese hinter unserm Berg verschwinden.

 

Der Abstieg geht relativ schnell und so sind wir leider viel zu früh zurück an der Basisstation und müssen fast zwei Stunden auf unseren Rücktransport warten.

Im Hostel gibts erstmal eine Dusche und dann ein bisschen Abendessen. Da unser Herbergsvater aber Asado mit seiner Familie abhält und nur fünf Gäste im Hostel sind, läd er uns kurzerhand dazu ein und so haben wir einen sehr lustigen Abend. Da mein Bus nach San Juan um vier Uhr morgens fährt bleibe ich wach - glücklicherweise hab ich Begleitung von Alessandro, so dass es nicht ganz so schwer fällt.

2 Kommentare 2.5.09 16:02, kommentieren

San Juan

Früh um vier gehts also von San Augustin nach San Juan. Eigentlich sollte es von da aus direkt weiter nach Córdoba gehen. Da heute aber erster Mai und somit Feiertag ist fährt der nächste Bus erst um 22:30 Uhr. Und auch Alessandros Bus nach Salta fährt spät. So sind wir also gezwungen den Tag in San Juan zu verbringen. Und was soll ich sagen, San Juan ist klein uns nicht gerade spannend, aber an einem Feiertag ist es noch eine Spur härter...

Aber gut gelaunt begeben wir uns auf die Suche nach dem Museo del Vino und der dazugehörigen Bodega. Und nach einigem Rumfragen und etwa 45 Mintune Fussweg finden wir es auch. Interessant muss ich sage, schön gemacht und kostenlose Weinprobe ist immer gut!

 

Im Anschluss fahren wir mit dem Taxi zum Casa de Zonda raus, eine Champagnerkellerei in einer Höhle. Aber die hat leider geschlossen. Trotzdem fahren wir nicht gleich zurück sondern fletzen uns im nebenan gelegenen Park ins Grass und schauen den Argentiniern beim Asado zu.

Später gehts dann mit dem Taxi zurück, wir bummeln noch ein bisschen durch die Stadt und gehen etwas esen. Und der Tag, der endlos schien ist dann doch schneller rumgegangen als befürchtet. Und in Alessandro hatte ich eine interessante und nette Begleitung und es tut mir fast ein bisschen leid ihn ziehen zu lassen.

Aber ich freu mich auf Córdoba, mein nächstes Ziel - wie viel das wohl mit dem spanischen Córdoba gemeinsam hat??? 

1 Kommentar 3.5.09 23:35, kommentieren

Córdoba und Iguazú

Von San Juan gehts also mit dem Bus nach Córdoba - saumässig unbequem und saumässig kalt. Mental Note for me: Next time sleeping bag!

So komm ich ziemlich verschlafen und drei Stunden früher als geplant um sieben Uhr morgens in Córdoba an. Zum Glück hab ich mein Hostel schon gebucht und kann einfach mit dem Taxi hinfahren.  Dort werde ich von Gerald alias Moby und Mauro, zwei Gästen herzlich empfangen - in meinem verpennten Status fühlt es sich zwar eher an wie  ein Empfang von zwei noch betrunkenen, die mit Schwimmbrille Poolbillard spielen, aber wie ich später lerne, sind die Beiden einfach so. Da ich noch viel zu früh dran bin um ins Zimmer zu können frühstücke ich erstmal und penn dann noch eine Runde im Fernsehzimmer.

Als ich später auf Stadterkundung gehe muss ich leider feststellen, dass auch Córdoba dank des langen 1. Mai Wochenende ziemlich ausgestorben ist. Alle Sehenswürdigkeiten haben geschlossen, alle Geschäfte sind zu und in den Bars nur wenig los - wo bin ich hier nur hineingeraten??

Also geh ich kurz was einkaufen, besorg  mir mein Busticket für Montag und geh zurück ins Hostel.  Hier scheinen jetzt die Nachteulen von gestern erwacht zu sein. Jedenfalls ist ziemlich viel los und ich komm schnell mit einer lustigen Truppe, zu der auch Mauro und Mobi dazugehören ins Gespräch und zum ersten Mal auf dieser Reise geh ich abends mal so richtig aus - grosser Spass!!

Der Sonntag dafür ist entsprechend ein bisschen verkatert, da ich früh aus dem Bett geschmissen werde, da mein Zimmergenossen alls auschecken. Dafür komme ich in den Genuss eines Katerfühstücks mit Thomas, einem Franzosen aus der Truppe von gestern abend. Und frisch gestärkt und nur noch ein bisschen verknautscht gehen wir ein bisschen durch die Stadt, Sightseeing, Kultur und so, bevor wir uns im Park zu einem Mittagschlaf niederlassen.

So vertrödel ich den Tag gemeinsam mit Thomas, bis der abends zurück nach Paraná fährt, wo der Glückliche lebt und ich wie ein Stein ins Bett falle. 

Check out ist Montag morgen um zehn, mein Bus fährt um zwölf. Und was soll ich sagen, mal wieder hab ich keinen Schlafsack dabei, und so friere ich trotz Pulli und Fleecejacke.

In Puerto Iguazú kann ich aber zum Glück gleich  mein Zimmer beziehen und nach Dusche und Frühstück finde ich Steve, einem netten Amerikaner, mit dem ich nach Brasilien fahren will um von da die Wasserfälle anzuschauen. Begleitet werden wir noch von Adrian, einem typischen Schweizer und Laouise, einer netten Irin aus meinem Zimmer.

Per Taxi gehts über die Grenze nach Brasilien und zum Nationalpark. Zu Fuss gehts durch den Regenwald - allerdings auf angelegten Pfaden - entlang des Rio Iguazú zu den Wasserfällen.

Es ist schlicht wunderschön. Die Sonne liefert uns zusätzlich zu dem ohnehin tollen Ausblick auch noch Regenbogen über dem Wasser.

 

Wir sind alle völlig hin und weg von der Schönheit dieser "Naturlaune". 

Zum Tagesabschluss fahren wir,  zurück in Argentinien an einen Ausichtspunkt, von dem aus wir den Sonnenuntergang über Argentinien, Brasilien und Paraguay sehen können - hat man auch nicht jeden Tag!

Den Mittwoch verbinge  ich  quasi als Mädelstag. Ausser Laouise sind in meinem Dorm noch zwei Kanadierinnen, Lea und Jamee und eine Australierin, Louise. Und zu fünft begeben wir uns heute auf Erkundunstour im Nationalpark Iguazú auf argentinischer Seite. Jetzt könnte der ein oder andere einwerfen "zwei mal den gleichen Wasserfall hintereinander, wie langweilig". Lasst euch versichern, Langeweile sieht anders aus!! Auf kleinen Pfaden und Brücken führt uns der Weg über zahlreiche kleine Wasserfälle, an den Fuss der Auffangbecken und durch Regenwaldgebiete. Wenn man sich Südamerika und Amazonas vorstellt kommt einem in etwas das Bild in den Sinn, was  wir hier zu sehen bekommen.

Und im Gegensatz  zu gestern, wo wir eher eine beobachtende Rolle von aussen hatten sind wir heute mittendrin! Und als quasi-Highlight stehen wir direkt am Abgrund des Garganta del Diabolo (Teufelsschlund).

Weit runter stürzt das Wasser mit einer solchen Gewalt, dass ich sprachlos oben stehen bleibe und völlig içeingenommen bin von dem Naturschauspiel. So bin ich auch ein bisschen traurig, als wir zurück müssen, ich hätte Stunden hier bleiben können!!!

Aber im Hostel wartet eine Asado-Party-Nacht auf uns, so dass die Traurigkeit schnell verfliegt.

Mit Lea, Jamee und Louise werde ich  mich wohl in Bolivien wieder treffen, mit Laousie fahre ich nach Buenos Aires. Mal gespannt, was mich da erwartet... 

1 Kommentar 8.5.09 19:00, kommentieren

Buenos Aires

Nach knapp 23 Stunden Busfahrt landen Laouise und ich ziemlich müde und ko in Buenos Aires - die unbequemen Sitze wurden nur von dem kotzenden Kind nebenan übertroffen

Wir teilen uns ein Taxi, da mein Hostel in der Nähe ihrer Wohnung ist. Im Palermo Hostel Suites, einem netten kleinen YH im Stadtteil Palermo hab ich ein schönes Zimmer und nach einer Dusche und frischer Wäsche fühl ich mich auch schon bald wieder halbwegs menschlich!

Da so ziemlich jeder, den ich unterwegs getroffen hab mir irgendwelche Schreckensgeschichten über BA berichtet hab bin ich auf dem ersten Erkundungsgang super vorsichtig und nervös, was meine Habseligkeiten angeht - kein Rucksack, nur ein bisschen Geld in der Hosentasche und den Rest im Bauchgurt. So ausgerüstet schau ich mir meine nächste Umgebung ein bisschen an, bummle durch die Strassen, die hier wirklich wunderschön sind. Palermo ist so ein bisschen das gehobene Künstler- und Designerviertel und es macht riesig Spass durch die Gegend zu ziehen. Zum Kaffee trinken treff ich mich später mit Laousie am Plaza Serrano und gemeinsam setzten wi den Bummel nach einer kleinen Stärkung fort. 

Für abends hab ich mich mit Freunden aus Córdoba verabredet auf ein Bier um die Zeit zu überbrücken bis Johannes, Annette, Claudia und Carsten landen. LEider verfehl ich die Jungs wegen eines Missverständnisses, so dass ich leicht frustriert und entnervt zurück ins Hostel fahre - wenigstens hab ich so die U-Bahn schonmal ausprobiert (there's allways a bright side). Und im Hostel gibts erstmal frische Empanadas und Erdbeeren und nette Gesellschaft von David, einem Columbianer, der hier im Hostel arbeitet. Und gemeinsam mit ein paar Brasilianern gibts noch einen Drink auf der Dachterasse

Spät dann ruft Johannes noch an und ich fahr mit dem Taxi ins Zentrum, wo wir uns zum Essen treffen. Ziemlich spät und ziemlich müde gehts dann ins Bett, nur um knapp sechs Stunden später noch genauso müde wieder aufzustehen.

Ich hab mich mit Jo und Annette nach dem Frühstück verabredet und gemeinsam nemen wir an einer Stadtrundfahrt durch BA teil. Auf die Art und Weise bekommen wir trotz der kurzen Zeit doch einiges von der Stadt zu sehen, ohne dass wir uns die Füsse wundlaufen. Es ist zwar nicht das Gleiche, aber eine schöne Abwechslung. Den Anfang macht ein Besuch in der Kathedrale und am Plaza 25 de Mayo, wo auch das Casa rosario steht (der Regierungspalast).

 

Von da durch die Stadt ins Viertel La Boca und ins berühmte Fussballstadium und einen Spaziergang den Caminito entlang, vorbei an bunten Häusern, durch Tangotänzer hindurch und durch viele Touristenschwärme.

Auch San Telmo, Palermo, El Puerto Madeira und die Blume von BA lassen wir natürich nicht aus.


Nach der Sightseeingtour treffen wir Carsten  und Claudia im Hotel und gemeinsam fahren wir mit der Metro zur Shopping Mall Alto Palermo auf der Avenida Santa Fe. Nach dem Mittagessen verabschiede ich mich allerdings für den Moment, da ich zum Busterminal fahren muss um mein Ticket für morgen abend nach Salta zu organisieren. Ziemlich gruselige Gegend so rund um Retiro, bin nur froh, dass ich das bei Tageslicht mit der Metro probiert hab, damit ich morgen abend das ganze dann doch mit dem Taxi mache! Aber immerhin hab ich mein Busticket und zurück im Hostel organisiere ich mir auch gleich noch ein Zimmer in Salta.

Der erhoffte Mittagschlaf bleibt dann leider aus, da meine neue Zimmergenossin recht laut ist. Aber nach einer Dusche und in frischgewaschenen Klamotten verschwindet die Müdigket - oder ist es der Liter Cola? - und ich wackel zurück zu Jo und den anderen ins Hotel. Von da aus gehts per Shuttel ins Viejo Almacen, eins der ältesten Restaurants und eine der besten Tango Shows in BA!


Wir essen lecker zu Abend - Steak selbstverständlich - und dann gibts Tango pur. Direkt an der Bühne haben wir vielleicht nicht die beste übersicht, aber dafür die beste Beinsicht, und von denen kanns einem schwindlig werden!

Ziemlich wild, was die da so tanzen... Und die Musik ist super, besonders die alten Akkordeonspieler

So vergeht der Abend wie im Flug und wieder mal spät gets für mich zurück ins Hostel. Eigentlich war noch Ausgang angesagt, aber ich bin zu ko...

Und nach wieder nur wenigen Stunden Schlaf heisst es für mich Sachen packen, auschecken, frühstücken und zu den anderen ins Hotel fahren. Zusammen fahren wir nach San Telmo um dort den Sonntag-Strassenmarkt zu erkunden. Es gibt hier so ungefähr alles, was man nicht braucht und trotzdem haben will oder kann, vor allem Antiquitäten.

Mehrere Stunden drängen wir uns durch die Strasse, wieder vorbei an Tangotänzern - inflationär hier...

Den Abschluss unserer gemeinsamen Tage in BA macht mal wieder eine Shoppingtour im Centro Pacifico in - und mein lieber Bruder sorgt mal wieder dafür, dass ich nicht immer wie der letzte Backpacker rumlaufen muss, danke nochmal Grosser!!!! Und dann heisst es Abschied nehmen von Ja und Annette. Zum Glück seh ich beide bald wieder, sonst wärs zu traurig gewesen!

So bring ich jetzt noch die letzten Stunden in BA rum bevors für mich weiter nach Salta geht. Busfahren aus Neue, was ein Spass...

1 Kommentar 10.5.09 22:35, kommentieren

Salta

Salta ist so ein Ort, der nur zur Durchreise dient, jedenfalls zur Zeit, daderberühmte Tren de las nubas nicht funktioniert. Trotzdem ist es ein nettes Städtchen, in der man gut einen Tag verbringen kann. Und genau das mache ich. Gemütliches bummeln rund um den Plaza 9 de Julio

Katedrale

und die Kirche San Francisco.


Die Museen haben heute leider alle geschlossen, ich wäre gerne ins anthropologische Museum gegangen, wo eine Ausstellung über die Kinderopfer der Inkas beheimatet ist. Dann eben beim nächsten Mal...

Sonst ist Salta klein, und ich finde endlich mal wieder Zeit Euch Bilder in den Blog zu stellen, viel Spass damit!

 

1 Kommentar 12.5.09 03:06, kommentieren

San Pedro

Von Salta aus geht es weiter nach San Pedro de Atacama, Chile. Obwohl ich ziemlich müde bin, hält mich die Landschaft gefangen. Entlang der Präcordilleren geht es nach Norden Richtung Jujui. Die Berge sind hier bewaldet, teilweise herbstlich gefärbt mit rotblühenden Bäumen dazwischen.

Karge, steinige und trockene Flusstäler unterbrechen die Hänge. Je weiter nach Norden und je weiter in die Cordilleren es geht, desto karger wird die Landschaft. Doch dank des vulkanischen Ursprungs dieses Gebiet ist es auch hier alles andere als langweilig. Von Tal zu Tal ändert sich die Farbe des Gesteins, die Form und Grösse der Berge.

Kakteen vervollständigen hier mal wieder das Bild wilder Schönheit.
Langsam geht die Fahrt Richtung Chile in die BErge hinauf. Der argentinische Grenzposten liegt auf etwa 4.200 m und ich bin ziemlich froh meine Sinusitis loszusein. Die Einwanderung nach Chile findet erst kurz vor San Pedro statt, "nur" noch 3.200 m - Kinderkram
In San Pedro begebe ich mich schnurstracks ins Hostal Eden Atacameño, wo ich mit Tim, einer der besten Freunde von Cousin Tobi verabredet bin. Der hat mir netterweise da schon ein Bett organisiert und nimmt mich auch gleich mit auf einen Rundgang durch die Stadt - na ja, Stadt ist vielleicht übertrieben. Jedenfalls nett, wir verstehen uns prima. Leider hat Tim schon für den nächsten Tag seine Abreise geplant... Da ich ja aber erst angekommen bin will ich aber natürlich auch was von San Pedro haben und buche eine Exkursion zu den Lagunas Altiplanicos für den nächsten Tag.
Der Ausflug zu den Lagunen startet früh. Die Gruppe ist, tja wie soll ich sagen, nicht ganz meine Altersgruppe, aber ich senke ja gerne den Altersschnitt um 20 Jahre
Mit Betty, unserer französischstämmigen, spanisch und englisch brabbelnden Führerin hab ich mächtig Spass, besonders, da ich die Tour für die deutsche Fraktion schön fleissig übersetze.
Die Tour führt uns durch Toconao mit seiner Süsswasseroase mitten in der Atacamawüste,


zum Salzsee Atacama, der Flamingos beherbergt,


zu den Lagunas Miscanti und Miñiques auf etwa 4200 m zu Fusse der gleichnamigen Vulkane


und nach Socaire, einem kleinen Dorf bei San Pedro. Die Landschaft auf der Tour ist mal wieder unfassbar schön und ich bin trotz nicht optimaler Gruppenbedingungen restlos zufrieden.
Zurück in San Pedro organisiere ich meine nächste Tour. Drei Tag von San Pedro nach Uyuni in Bolivien mit Jeep durch die Anden...

2 Kommentare 22.5.09 04:22, kommentieren