Portugal in Indien

Gestern haben wir unser kleines Paradies an der Kueste Nord-Goas verlassen und sind nach Sueden weiter gezogen. Genauer gesagt nach Panaji, die Hauptstadt. Das taeuscht allerdings, denn die Stadt ist nicht groesser als Waldshut (fuer alle die es nicht wissen, meine Heimatstadt). Aber schoen ist sie, portugiesisch gepraegt. Man hat das Gefuehl an manchen Orten in Andalusien oder Portugal zu sein. Kolonialbauten, fuer indische Verhaeltnisse auch sehr gut erhalten, kleine Gaesschen mit Pflanzen und ueberall blau-weisse Azulejos. Das sind kleine Kacheln, auf denen die Strassennamen und Haeusernamen stehen - Endlich mal eine Stadt in der man sich einfach orientieren kann!

 Und daher ziehen wir nach einer schnellen Dusche auch los, erstmal Busbahnhof unsere Tickets fuer die Weiterfahrt organisiern. Das ist hier naemlich nicht ganz einfach - Busse sind immer voll, Privatbussunternehmen teuer und an Zuege ist ueberhaupt nicht zu denken ohne eine Vorausbuchung von mindestens 5 Tagen... Aber wir bekommen alle den Bus den wir wollen und machen uns auf den Weg in die Stadt. Der Altstadtbummel eruebrigt sich hier recht schnell, da hier typisch portugisich Siesta gehalten wird. Also machen wir das geliche und essen da, wo die Inder essen. Das ist eine der wichtigeren Lektionen die wir gelernt haben - immer alles nachmachen, dann kann eigentlich nichts schief laufen. Und wir haben fantastisch gegessen!!!

Danach erkunden wir die Hauptstrasse, die aber nicht laenger ist als die Kaiserstrasse oder fuer alle nicht Waldshuter, so lang wie die halben Planken... Aber wir finden einen richtigen Supermarkt und eine richtige Apotheke. Es hat sioch viel veraendert in den letzten vier Jahren...

 Sightseeing durch die Stadt ist unglaublich anstrengend - es ist moerderisch war, anglaublich feucht und es geht immer den Berg rauf - gefuehlt Aber wir sehen und die Stadtkirche, den Bischofs Palast und einen Haruman-Tempel an (Haruman ist der Affengott).

Gestern dann gabs einen Tagesausflug nach Old Goa, der urspruenglichen Hauptstadt, die irgendwann mal audgesehen haben muss wie Lissabon - davon ist nichts uebrig, ausser geschaetzt 500 riesigen Kirchen. Jetzt wissen ja alle, dass ich manchmal gerne uebertreibe, aber 400 waren es bestimmt

Die erste die wir anschauen ist die Basilica of Bom Jesus, die die sterblichen Ueberreste des hl. Franz Xaver enthaelt - der Leichnahm der nie verwest. Und fuer alle Kollegianer unter meinen geneigten Leser, Franz Xaver war ein Schueler von Ignatius von Loyola.

Die zweite Kirche ist die Kathedrale der hl. Katharina von Alexandria - viel Gold, wenig mein Geschmack.

Die dritte Kirche ist dem hl. Franz von Assisi geweiht, quasi mein Lieblingskatholik, wenns sowas gibt   Und was soll icch sagen, die Kirche gefaellt mir auch. Schlicht, viel Holz und Schnitzerei, wenig Gold, wenig Pomp.

Alle anderen 397 Kirchen spar ich euch jetzt, sind auch nicht so erwaehnenswert. Das wars auch was es von Old Goa zu berichten gibt. Den Rest des Tages haben wir mit Warten zu gebracht, weils leider nix anzuschauen gab und wir auch kein Hotelzimmer mehr hatten und unsere Busse erst abends gingen.

Claire und Eric sind gerstern abend dann nach Sueden weiter gefahren, nach Ernakulam/Kochin, Carsten und Ich nach Osten, nach Hampi. 

Aber das meine Freunde, ist eine andere Geschichte.

Love you all, **

 

24.1.09 11:57

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