Cˇrdoba und Iguaz˙

Von San Juan gehts also mit dem Bus nach Córdoba - saumässig unbequem und saumässig kalt. Mental Note for me: Next time sleeping bag!

So komm ich ziemlich verschlafen und drei Stunden früher als geplant um sieben Uhr morgens in Córdoba an. Zum Glück hab ich mein Hostel schon gebucht und kann einfach mit dem Taxi hinfahren.  Dort werde ich von Gerald alias Moby und Mauro, zwei Gästen herzlich empfangen - in meinem verpennten Status fühlt es sich zwar eher an wie  ein Empfang von zwei noch betrunkenen, die mit Schwimmbrille Poolbillard spielen, aber wie ich später lerne, sind die Beiden einfach so. Da ich noch viel zu früh dran bin um ins Zimmer zu können frühstücke ich erstmal und penn dann noch eine Runde im Fernsehzimmer.

Als ich später auf Stadterkundung gehe muss ich leider feststellen, dass auch Córdoba dank des langen 1. Mai Wochenende ziemlich ausgestorben ist. Alle Sehenswürdigkeiten haben geschlossen, alle Geschäfte sind zu und in den Bars nur wenig los - wo bin ich hier nur hineingeraten??

Also geh ich kurz was einkaufen, besorg  mir mein Busticket für Montag und geh zurück ins Hostel.  Hier scheinen jetzt die Nachteulen von gestern erwacht zu sein. Jedenfalls ist ziemlich viel los und ich komm schnell mit einer lustigen Truppe, zu der auch Mauro und Mobi dazugehören ins Gespräch und zum ersten Mal auf dieser Reise geh ich abends mal so richtig aus - grosser Spass!!

Der Sonntag dafür ist entsprechend ein bisschen verkatert, da ich früh aus dem Bett geschmissen werde, da mein Zimmergenossen alls auschecken. Dafür komme ich in den Genuss eines Katerfühstücks mit Thomas, einem Franzosen aus der Truppe von gestern abend. Und frisch gestärkt und nur noch ein bisschen verknautscht gehen wir ein bisschen durch die Stadt, Sightseeing, Kultur und so, bevor wir uns im Park zu einem Mittagschlaf niederlassen.

So vertrödel ich den Tag gemeinsam mit Thomas, bis der abends zurück nach Paraná fährt, wo der Glückliche lebt und ich wie ein Stein ins Bett falle. 

Check out ist Montag morgen um zehn, mein Bus fährt um zwölf. Und was soll ich sagen, mal wieder hab ich keinen Schlafsack dabei, und so friere ich trotz Pulli und Fleecejacke.

In Puerto Iguazú kann ich aber zum Glück gleich  mein Zimmer beziehen und nach Dusche und Frühstück finde ich Steve, einem netten Amerikaner, mit dem ich nach Brasilien fahren will um von da die Wasserfälle anzuschauen. Begleitet werden wir noch von Adrian, einem typischen Schweizer und Laouise, einer netten Irin aus meinem Zimmer.

Per Taxi gehts über die Grenze nach Brasilien und zum Nationalpark. Zu Fuss gehts durch den Regenwald - allerdings auf angelegten Pfaden - entlang des Rio Iguazú zu den Wasserfällen.

Es ist schlicht wunderschön. Die Sonne liefert uns zusätzlich zu dem ohnehin tollen Ausblick auch noch Regenbogen über dem Wasser.

 

Wir sind alle völlig hin und weg von der Schönheit dieser "Naturlaune". 

Zum Tagesabschluss fahren wir,  zurück in Argentinien an einen Ausichtspunkt, von dem aus wir den Sonnenuntergang über Argentinien, Brasilien und Paraguay sehen können - hat man auch nicht jeden Tag!

Den Mittwoch verbinge  ich  quasi als Mädelstag. Ausser Laouise sind in meinem Dorm noch zwei Kanadierinnen, Lea und Jamee und eine Australierin, Louise. Und zu fünft begeben wir uns heute auf Erkundunstour im Nationalpark Iguazú auf argentinischer Seite. Jetzt könnte der ein oder andere einwerfen "zwei mal den gleichen Wasserfall hintereinander, wie langweilig". Lasst euch versichern, Langeweile sieht anders aus!! Auf kleinen Pfaden und Brücken führt uns der Weg über zahlreiche kleine Wasserfälle, an den Fuss der Auffangbecken und durch Regenwaldgebiete. Wenn man sich Südamerika und Amazonas vorstellt kommt einem in etwas das Bild in den Sinn, was  wir hier zu sehen bekommen.

Und im Gegensatz  zu gestern, wo wir eher eine beobachtende Rolle von aussen hatten sind wir heute mittendrin! Und als quasi-Highlight stehen wir direkt am Abgrund des Garganta del Diabolo (Teufelsschlund).

Weit runter stürzt das Wasser mit einer solchen Gewalt, dass ich sprachlos oben stehen bleibe und völlig içeingenommen bin von dem Naturschauspiel. So bin ich auch ein bisschen traurig, als wir zurück müssen, ich hätte Stunden hier bleiben können!!!

Aber im Hostel wartet eine Asado-Party-Nacht auf uns, so dass die Traurigkeit schnell verfliegt.

Mit Lea, Jamee und Louise werde ich  mich wohl in Bolivien wieder treffen, mit Laousie fahre ich nach Buenos Aires. Mal gespannt, was mich da erwartet... 

8.5.09 19:00

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