Potosí

Früh morgens geht es los mit dem Bus von Uyuni nach Potosí. Ich bin ziemlich froh das eisige Uyuni hinter mir zu lasen, auch wenn Potosí sicher nicht karinbisch sein wird auf 4065m Höhe. Im Bus mache ich eine nette Bekanntschaft mit Benedict und Jonathan, zwei Kölner Medizinstudenten, mit denen ich mich auf Anhieb super verstehe. Da wir alle noch nicht so genau wissen, wo wir in Potosí unterkommen, beschliessen wir uns gemeinsam ein Hostel zu suchen und so die nächsten Tage gemeinsam zu verbringen - nett mal wieder Reisegesellschaft zu haben!

Im Koala Den, unserm designierten Domizil für die nächsten Tage gibts die erste heisse Duasche seit Tagen und ein geheiztes Dormitorium. Und so fühl ich mich tatsächlich auch fast wieder wie ein normaler Mensch,wenn man von der Michellin-Männchen-artigen Kleiderschichtung mal absieht... Aber wenigstens friere ich nicht, als wir unseren ersten Rundgang durch die Stadt machen.


Potosí hat einen alten kolonialen Stadtkern und einige sehr schöne, guterhaltene Gebäude und wir wander ein bisschen durch die Stadt,erkunden den lokalen Markt und buchen eine Minentour für den nächsten Tag. Der Rest des Abends verläuft ruhig und früh geht es ins Bett. Die Höhe schlaucht doch ganz schön...

Der nächste Morgen fängt dafür hervorragend an mit einem richtig guten Frühstück. Und so gehen wir wohlgestärkt auf unsere Minenexkursion. Will, unser Guide wartet schon in der Agentur auf uns, denn wir sind die einzigen Gäste für heute. GEmeinsam besuchen wir erstmalden Mercado de los Mineros um dort Geschenke für die Minenarbeiter und die Götter des Berges zu kaufen.


Danach kriegen wir unsere Ausrüstung-Overall, Gummistiefel, Helm und Lampe und Richtung Cerro Rico. Doch bevor wir die Mine betreten gibts erstmal ein kleines Cocaritua. Willy erklärt, wie man die Cocablätter richtig zu sich nimmt undsiehe da, binnen kürzester Zeit ist mein Mund auch komplett taub Ausserdem solen die Blätter helfen gegen die Klaustrophobie, die sich in den Minen oft einstellt. Während wir fleissig kauen erzählt Willy, der selber früher MInenarbeiter gewesen ist ein bisschen über die Geschichte Potosís und der Minen.


Dann aber geht es endlich los und wir betreten die Mine. Es ist ziemlich eng und dunkel und ich bin dankbar über meinen Cocabollen in der Backentasche Erste Station ist der Tio, das ist der Geist des Berges, dem wir in einer kleinen Zeremonie huldigen. Dann gehts immer weiter in den Berg hinein. Unterbrochen wird unser Marsch von hin und her fahrenden Traversen, denen wir ausweichen müssen. Am Ende des Ganges machen wir eine erste kleine Pause, verteilen ein paar Geschenke und Willy erzählt über die Gesteine des Berges und deren Abbau. Dann geht es weiter, den Gang ein Stück zurück und dann heisst es klettern, klettern in den "zweiten Stock" der Mine. Allerdings ist hier nichts fest, alles Geröll, was den kleinen Aufstieg ziemlich schwierig macht. Oben angekommenwartet Don Pablo auf uns, ein eingesessener Minero, dermit seinen 54 Jahren bereits 37 Jahre hier arbeitet und sich bestens auskennt. Und so erklärt er uns was über die Flöze und die verschiedenen Mineralien hier, wie man sie abbaut mit Hammer und Meissel.

Der Abstieg gestaltet sich noch schwieriger als der Aufstieg, da das Gestein unter unseren Füssen einfach wegruscht.

Zurück am Tageslicht darf Benedict noch eine Stange Dynamit in die Luft jagen und dann gehts zurrück in die Stadt. Willy zeigt uns ein Restaurant, wo wir unsere erste richitg bolivianische Mahlzeit einnehmen - lecker,aber habhaft so mit Reis und Kartoffeln!

Mittags besuchen wir noch die Iglesia San Francisco und das Casa de la Moneda. Besonders letzteres ziemlich interessant, mit riesigen alten Münzprägemaschinen und einer riesigen Erzsammlung!

So, das war Potosí. Nächster Halt Sucre...

26.5.09 00:04

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