Titicaca See

Der berühmte Titicaca See soll meine letzte Station in Bolivien sein. Daher nehm ich mir hierfür auch nochmal ein bisschen mehr Zeit.

Mit dem Bus fahr ich frühmorgens in La Paz los nach Copacabana, begleitet werd ich mal wieder von Benedict und Jonathan. Copacabana selber lassen wir noch am gleichen Tag hinter uns und fahren mit dem Boot zur Isla del Sol - angeblich die Geburtsstätte der Sonne und des ersten Inca. Obwohl ich in meinem Reiseführer gelesen hab, dass man am Besten mit leichtem Gepäck hier anreist haben wir alle Drei unsere grossen Rucksäcke dabei. Warum? Ja, das eröffnet sich uns beim Betreten der Insel. Die Siedlung, bzw. alle Unterkünfte befinden sich auf dem Gipfel - die Insel ist nämlich eher ein Berg als eine Insel, wird wohl nix mit Strand liegen

Und so schleppen wir unsere Rucksäcke zunächst 208 Stufen bis zur einzigen Wasserquelle der Insel und von da aus nochmal geschätzt 45 Minuten weiter den Berg rauf. Das richtig anstrengende ist dabei nicht das Gepäck sondern die Tatsache, dass wir auf über 4000 Höhenmetern rumkraxeln... Aber zu guter Letzt schaffen wir es doch noch und finden bei Don Ricardo drei schöne Einzelzimmer, die auch noch warm zu sein scheinen und ein eigenes Bad haben. Und so machen wir es uns auf der Sonneninsel erstmal gemütlich, allerdings ist die Sonne leider nicht so warm wie wie es gerne hätten. Und so ist es ehrlich gesagt bitterkalt, nachdem die letzten goldenen Strahlen verschwunden sind.

Auf Empfehlung unseres Herbergsvaters gehen wir zum Abendessen ins Restaurant Las Velas. Hier erstmal ein Einschub - von gehen kann keine Rede sein, wir klettern unter Führung unseres Herbergsvater durch die stockfinstere Nacht, keine Wege, keine Beleuchtung. Und dann ist Las Velas auch noch Programm: Keine Elektizität, nur Kerzen und Gasofen und leider saumässig kalt!!! Und leider ist auch das Essen nur lauwarm und ich hab ziemliche Magenkrämpfe danach. So endet der Abend für mich und auch für Jonathan ziemlich plötzlich im Bett...

Aber der nächste Tag beginnt strahlend schön und ohne Bauchschmerzen. Und so machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg die Insel zu erkunden. Praktischerweise gibt es einen Trekkingpfad hin zu einigen Inkaruinen, der die ganze Inselüberquert. Das bedeutet hier natürlich ein ständiges bergauf bergab in 4000 m Höhe und die Pumpe geht manchmal ganz schön flott, aber es macht Spass! Endlich malwieder ein bisschen Bewegung an der frischen Luft, wandern durch atemberaubend schöne Landschaft und immer einen Blick auf die schneebedeckten Cordilleren. Etwa acht Stunden dauert unsere Wanderschaft bis wir wieder zurück sind am Südende der Insel. Abends geniessen wir einen schönen Sonnenuntergang und gute Pizza in einem tatsächlich warmen Restaurant und fallen totmüde und zufrieden ins Bett.

Von Sonnenstrahlen in der Nase gekitzelt wache ich auf und bedaure eigentlich, dass ich schon wieder weg muss aus diesem kleinen Paradies. Einziger Pluspunkt - Peru ist angeblich wärmer

So machen wir uns nach einem letzten bolivianischen Frühstück an den Abstieg und setzen mit dem Boot über nach Copacabana. Und von da gehts dann mit dem Bus nach Peru.Grenzübergang problemlos und die Busfahrt wunderschön entlang des Titicaca Sees nach Puno. Hier wollten wir eigentlich eine Nacht bleiben, aber so richtig schön ist es her eigentlich nicht. So beschliesst Benedict nach Arequipa weiter zu fahren und Jonathan nach Cuzco. Und Ich? Ich buche einen Trip zu den berühmten Floating Islands und einen Bus nach Cuzco für die Nacht.


4.6.09 01:36

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