Pisco

Frueh am morgen geht der Flieger von Cuzco nach Lima. Da lasse ich Tim und Chris alleine weiterziehen und organisiere mir einen Bus nach Pisco, einer kleinen Stadt etwa fünf Stunden südlich von Lima. Die Fahrt dorthin ist unglaublich hässlich. Die erste wirklich hässliche Landschaft, seit ich auf Reisen bin, nur Sand, Steine, Dunst und Staub, und das obwohl die Panamericana an der Küste entlang geht. Und Pisco selber ist nicht besser. Seit einem grossen Erdbeben vor zwei Jahren sind etwa 70% der Stadt zerstört und seither nicht wirklich wieder aufgebaut. Und so sieht die Stadt aus wie ausgebombt und ich fühl mich nicht wirklich wohl oder sicher hier.

Aber ich buche mir noch am gleichen Abend eine Tour für den nächsten Tag um die ISlas Ballestas, liebevoll die Galapagos für Arme anzuschauen und den dazugehörigen Nationalpark. Dann gönn ich mir noch eine Portion phantastische Ceviche - das ist roher Fisch oder Meeresfrüchte eingelegt in Zitrone - bevor ich mich in mein Bett begebe.

Wiedermal früh gehts morgens los zur Tour. Per Minibus gehts nach Paracas. Da wechseln wir dann auf ein Speedboat, das uns zu den Inseln bringt. Um es kurz und bündig zu beschreiben: Ich hab noch nie vorher so viele Vögel auf einmal oder wahrscheinlich sogar insgesammt gesehen! Dazu gibts noch ein paar süsse kleine Humboldtpinguine und Seelöwen. Da verdirbt mir nichtmal das leichte Nieseln und der kalte Fahrtwind die Laune...

Zurück in Paracas haben wir Zeit für ein kleines Frühstück und einen Rundgang durch das Dorf bevor es wieder per Minibus zum Nationalpark Paracas geht. Der ist allerdings eine echte Enttäuschung. Ich weiss nicht, ob es am diesigen Wetter oder wirklich am Park liegt, aber alles hat die gleiche dreckig braun-gelbe Farbe hier und sieht aus wie eine grosse Baugrube. Auch die Sandsteincliffs und der Strand aus rotem Sand hauen das nicht raus. Trotzdem hab ich eine gute Zeit und übe mich im sarkastisch sein auf englisch

Nach dem Parkbesuch gehts zurück nach Pisco und wieder gibts für mich Ceviche und nachdem ich mein Busticket für morgen so halb organisiert hab gehts auch heute wieder früh schlafen.

Sehr früh am nächsten Morgen fahr ich mit einem Taxi-Collectivo zum sogenannten Cruze an der Panamericana und dort steige ich in den Bus zurück nach Lima.

 

Nächstes Ziel: Der Strand von Máncora an der Grenze zu Ecuador!

22.6.09 21:11

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